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Raymond Levy, Marc Levys Vater. Um sich zu schützen, nannte er sich im Untergrund "Jeannot" Raymond Levy, Marc Levys Vater. Um sich zu schützen, nannte er sich im Untergrund "Jeannot"

Auch er leistete in der 35. Brigade Widerstand: Claude Levy, Marc Levys Onkel Auch er leistete in der 35. Brigade Widerstand: Claude Levy, Marc Levys Onkel

Der Personalausweis von Raymond während des Zweiten Weltkriegs in Toulouse Der Personalausweis von Raymond während des Zweiten Weltkriegs in Toulouse

 

65 Jahre Résistance

65 Jahre Résistance

 

Toulouse in den 1940er Jahren: Die Nazis haben Frankreich besetzt, und Tausende von Juden werden deportiert – häufig mit Unterstützung der französischen Obrigkeit. Auch die Eltern des 18-jährigen Raymond und seines Bruders Claude (16) sind in Gefahr. Sie sind nur noch von einem Wunsch beseelt: sich einer Brigade der Résistance anzuschließen.

In einer explosiven Mischung aus jugendlicher Abenteuerlust, Patriotismus und Überlebenswillen wollen sie die deutschen Besatzer bekämpfen. Als ein Kontaktmann sie endlich zu einer Widerstandsgruppe bringt, finden sie dort ausschließlich Jugendliche vor, die in der Illegalität leben: Juden, Kommunisten, „feindliche Ausländer“. Oder sogar alles zusammen.

Zunächst müssen die beiden Anfänger Fahrräder klauen, mit deren Hilfe die Gruppe Sabotageakte verüben und schnell von den Tatorten fliehen kann. Jan, der commandant, wacht streng über seine jungen Kämpfer. Zur 35. Brigade gehören auch Mädchen – meist schwärmen sie als Spioninnen und Kundschafterinnen aus. Liebesbeziehungen sind streng untersagt, denn im Falle einer Festnahme könnten die Paare alles auffliegen lassen, um ihre/n Liebste/n zu schützen.

Eine Hommage an die jungen Menschen, die ihr Leben für die Freiheit gaben – und eine Hommage an Marc Levys Vater

Raymond nennt sich fortan Jeannot. Die Gruppe tauft sich Brigade Marcel Langer, denn dieser junge Mann aus den eigenen Reihen wird bei einer Aktion festgenommen. Sowohl die französische Miliz als auch die Deutschen bezeichnen ihn als Terroristen und richten ihn schließlich mit der Guillotine hin.

Neben der Sabotage von Zügen, die nach Deutschland gehen und Attentaten gegen Nazi-Offiziere steht fortan die Rache an einem Mann ganz oben auf der Liste der Brigade: Lespinasse, der Staatsanwalt, der Marcel auf dem Gewissen hat, soll ausgeschaltet werden. In dieser Zeit gelingt es der Résistance, den Deutschen Angst einzujagen – was diese zu noch mehr Grausamkeiten provoziert. Viele Kameraden lassen in dieser Zeit ihr Leben.

Kurz vor Weihnachten 1943 erwischt es Claude. Die Miliz findet Material in seiner Wohnung, das ihn als Kämpfer der Résistance identifiziert. Daraufhin wird auch Jeannot festgenommen. Im Gefängnis erfahren die Brüder, wohin ihre letzte Reise geht: Sie sollen mit dem (letzten!) Zug ins Konzentrationslager Dachau deportiert werden ...

Authentisch, emotional, ergreifend: ein von kritischen Rezensenten hoch gelobtes Buch

Marc Levy schildert in „Kinder der Hoffnung“ Résistance-Aktionen, die sich in den 1940ern tatsächlich so zugetragen haben. Viele der waghalsigen Widerstandsmissionen verleihen dem Buch eine realistische Spannung. Immer wieder zeigt sich Marc Levys Fähigkeit, plastisch, fast filmisch zu schreiben.

Die zwischenmenschliche und psychologische Dynamik, die sich in der französischen Untergrundszene entwickelt, zieht die Leser live ins Kriegsgeschehen hinein; die Gefängnisszenen sind besonders ergreifend. Doch auch die einer derart düsteren Zeit innewohnende Komik fängt der in London lebende Franzose in etlichen Szenen ein.

Dass sein Vater ein Kämpfer in der Brigade Marcel Langer war, erfährt der Bestsellerstar erstmals 1974: als er mit seinen Eltern nach Toulouse reist, wo seinem Vater eine Medaille verliehen werden soll. Später recherchiert Marc Levy die Zusammenhänge ohne das Wissen seines Vaters. Les enfants de la liberté ist Marc Levys persönlichstes Buch – und in Frankreich sein bisher erfolgreichstes.


Pressestimmen:
„Der Bestsellerautor mal ganz anders: [...] Eine ernsthafte Empfehlung für alle, die noch nie einen Levy gelesen haben – zu Tränen rührt auch dieses Werk von ihm." (freundin)
„Überwältigend.” (Elle)
„Eine machtvolle Botschaft der Toleranz.” (Le Parisien)
„Eine berührende Hommage an die Brüderlichkeit.” (Télé 7 jours)
„Eine wunderbare Hommage an die Fremden, die nach Frankreich flohen und dort für ihre Freiheit kämpften.” (RTL)

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