Frage: Wie viel Autobiografisches findet sich in Ihrem neuen Buch, das ja auch in London spielt?
Marc Levy: London hat mich inspiriert. Aber autobiografisch ist das Buch eigentlich nicht. Wenn ich von mir erzählt hätte, dann wäre es wohl ziemlich langweilig geworden…
Frage: Wie definieren Sie für sich persönlich das universelle Wort Glück?
Marc Levy: Für mich bedeutet Glück, mit den Menschen zusammen zu sein, die ich liebe, zu Hause zu sein, wenn mein Sohn aus der Schule kommt, Freunde zu Gast zu haben, neben meiner Freundin aufzuwachen.
Frage: Empfinden Sie den Erfolg, den Sie nicht nur in Ihrem Heimatland, sondern beispielsweise auch hier in Deutschland genießen, manchmal als belastend?
Marc Levy: Belastend ist das nicht – es ist einfach wunderbar! Ich glaube, Erfolg wird zur Belastung, wenn man sich selbst zu wichtig nimmt. Wie erfolgreich meine Bücher auch immer seien mögen – ich vergesse nie, dass ich keinen Impfstoff entdeckt habe oder ein Heilmittel. Ich bin einfach nur ein Autor.
Frage: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft? Schreiben Sie schon an etwas Neuem?
Marc Levy: Ja, im Frühjahr wird es ein neues Buch geben. Und ich arbeite auch am Drehbuch für die Verfilmung meines letzten Buches.
Frage: Ist Schreiben, der Druck, etwas zu Papier zu bringen, auch manchmal anstrengend für Sie? Womit lenken Sie sich ab?
Marc Levy: Ja, das ist es. Es ist bisweilen anstrengender, als Sie sich das vielleicht vorstellen können. Wie ich mich entspanne? Erst einmal beende ich das Buch… Und sonst? Ich „fliege” mit meinem Flugsimulator, ich koche viel, und ich spiele Klavier.
Frage: Sie haben für das Rote Kreuz gearbeitet, Sie waren Inhaber einer Computerfirma und eines Büros für Innendesign. Neben dem Schreiben widmen Sie sich dem Filmemachen. Bei so viel Kreativität: Können Sie ausschließen, dass Sie das Schreiben für eine neue Herausforderung aufgeben würden?
Marc Levy: Im Moment hoffe ich das nicht. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt?
Frage: Haben Sie literarische Vorbilder? Wer hat Sie zum Schreiben inspiriert?
Marc Levy: Oh ja, Vorbilder gibt es: Romain Gary, Antoine de Saint-Exupéry, Hugo, Dumas, Hemingway und viele, viele andere. Aber zu behaupten, sie hätten mich inspiriert, Schriftsteller zu werden, wäre furchtbar anmaßend von mir. Ich würde eher sagen, mit ihnen habe ich Bücher lieben gelernt. Und ich hoffe einfach, ich werde es eines Tages verdient haben, Schriftsteller genannt zu werden
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